Archiv für März, 2005

vertikale panoramen aus kanada

Donnerstag, 31. März 2005

Der kanadische fotograf Sam Javanrouh zeigt vertikale panoramen von innenräumen (tall scotia plaza, tall eaton centre) in seinem fotoblog daily dose of imagery. unter [archives] finden sich weitere architekturaufnahmen. [via usenet de.rec.fotografie]

Akademie der Künste am Pariser Platz

Mittwoch, 30. März 2005

akdemie der künste vs. dz bank
[Mehr Bilder der Akademie der Künste]

Einen Monat vor der offiziellen Eröffnung des Neubaus am 21. Mai 2005, zeigt die Akademie der Künste in Berlin die Ausstellung Prolog. Die Ausstellung ist vom 3.4. bis zum 8.5.2005 geöffnet. Öffnungszeiten: Dienstag-Sonntag, 14-19 Uhr, der Eintritt ist frei.

Damit wird der Neubau der Akademie der Künste ab dem 3. April erstmals der Öffentlichkeit zugänglich. Die Architekten Günter Behnisch und Werner Durth erhielten 1994 den Auftrag für den Neubau.

Der Bau ist am Pariser Platz der einzige, der nicht den historisierenden, blödsinnigen Bauvorschriften („Gestaltungssatzung“) des Bausenators Wolfgang Nagel aus dem Jahr 1993 (die u.a. steinerne Lochfassaden vorschrieb) entspricht und begnügt sich mit Andeutungen der geforderten Gestaltungsrichtlinien. Behnisch musste jahrelang mit dem Berliner Senat kämpfen um seinen Entwurf durchzusetzen. Dieser Kampf, den er u.a. mit Hilfe prominenter Unterstützer gewann verzögerten den Baubeginn bis ins Jahr 2000. Das Projekt drohte mehrfach wegen massiven Pfuschs, Geldmangels und Kompetenzgerangels das aus.

Das Berliner Stadmagazin Zitty schreibt zum Neubau:

[Durth und Behnisch] machen daraus ein Bekenntnis zur Glasarchitektur ähnlich wie bei Behnischs Bundestag in Bonn — die neue Akademie ist im Grunde gebaute Ideologie. […] Offenheit und Transparenz sind dem Haus als Doktrin eingeschrieben. So lässt sich die Raumhohe Fensterfront des Plenarsaals komplett zum Pariser Platz öffnen — die Akademie kann sich als Teil dieser Agora der Bundesrepublik präsentieren. Zudem ist der Bau als Passage konzipiert. Man kommt in wenigen Schritten quer durch das Haus vom Pariser Platz zur Behrensstraße vis á  vis des Holocaust-Mahnmals. Auch diese Passage steht für Durchlässigkeit als geistige Disposition der Akademie.

Auch die Bibliothek mit Blick auf das Brandenburger Tor ist öffentlich zugänglich.

Wer sich für die Akademie interessiert, dem sei der Film „Berlin Babylon“ empfohlen, der die Zeit des Berliner Baubooms dokumentiert und dessen stärksten Momente die sind, in denen die Architekten Durth (Interview mit Durth auf der Filmwebsite) und Behnisch im Rohbau der Akademie umherlaufen und rumphilosophieren — und soweit ich mich erinnern kann, über Kollegen und die Berliner Bauvorschriften lästern.

Weiterführende Links: * Wikipedia Eintrag zur Akademie der Künste * Die Geschichte des Hauses Pariser Platz 4 – Teil II * Informationen zur Akademie auf behnisch.de * baunetz.de über den Neubau * KStA/dpa über die „Übergabe“ der Akademie

klein und hölzern

Dienstag, 29. März 2005

auf der website der zeitschrift living at home bzw. häuser findet sich unter den rubriken “bauen mit holz” und “kleine häuser ganz groß” eine auswahl sehenswerter einfamilienhäuser, teilweise mit links zu den homepages der architekten (“baudaten”).

zitiert

Samstag, 26. März 2005


aus:
albert ringlstetter “der weg zum richtigen haus – individuell bauen mit wissen und intuition” (DVA, 2004)
kapitel I. vorbereitung – intuition, illusion und verführung

“Es geht mir nicht um eine Stimmungsmache gegen Le Corbusier, sondern darum, dass er seit den 20-er Jahren Vorbild war für zahllose Architekten. Betrachten wir dieses Gebäude einmal mit den Augen des Kindes aus dem Märchen “Des Kaisers neue Kleider”. Was hat dieses Haus an sich, um es als schön zu bezeichnen?
Ein rechteckiger Baukörper, geometrisch scharf geschnitten, steht auf dünnen Stahlprofilen.
Es war ja wie gesagt Le Corbusier, der schrieb, dass ein Haus ein schönes Gesicht haben solle. Ist das ein schönes Gesicht?
Genau das ist die Krux mit dieser Art von Intellektualität. Sie trennt sich von den sinnlichen Eindrücken, schafft geistreiche Bezüge, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt. Architekten-Märchen in kubisch geometrischer Form.”
das foto zeigt übrigens keinen corbusier-bau in der weißenhof-siedlung, sondern die 1927 gebaute villa stein im pariser vorort garches

arch@zeitschrift: galore 4/2005

Samstag, 26. März 2005

das interviewmagazin galore bringt in seiner april-ausgabe ein ausführliches interview mit dem amerikanischen architekten daniel libeskind, das bereits ende januar vorigen jahres zur vorstellung seiner autobiografie “breaking ground – entwürfe meines lebens” geführt wurde.

architektu.rlog.de wünscht frohe ostern

Freitag, 25. März 2005


einfamilienhaus von hans scharoun in der weißenhof-siedlung, stuttgart.
foto: tf

arch@zeitschrift: max 4/2005

Freitag, 25. März 2005



die aktuelle ausgabe 4/2005 der lifestyle-zeitschrift max berichtet über den kalifornischen architekten und designer michael jantzen und zeigt seine phantasievollen projekte. “in der architektur geht es um neues denken und um neue ideen” (jantzen) – leider funktioniert bauen hier anders als in kalifornien. vielleicht schreibt die max mal über peter hübner?

Behnisch in Luzern

Mittwoch, 23. März 2005

communication and space nennt sich eine ausstellung über die architekturbüros behnisch&partner und behnisch, behnisch&partner vom 12.märz bis 29.april 2005 in der hochschule für technik und architektur (HTA) luzern. auf 700qm ausstellungsfläche werden entwurfsprozesse anhand professioneller darstellungen und zahlreicher modelle bis zur fotodokumentation der gebauten objekte gezeigt. ort: technikumstraße 21, CH 6048 horw.

arch@zeitung, 21.März 2005

Dienstag, 22. März 2005

Süddeutsche Zeitung
Pritzker-Preis der Architektur
“Auf dem Olymp der Baukunst: Der kalifornische Architekt Thom Mayne und sein Team Morphosis bekommen den diesjährigen Pritzker-Preis zugesprochen.”
Artikel von Gottfried Knapp.  

Buschschutz?

Dienstag, 22. März 2005

Pariser Platz in Berlin, vor der Französischen Botschaft
Eigenartige Schutzvorrichtung für Büsche vor der Französischen Botschaft am Pariser Platz in Berlin. Ich würde wirklich gerne wissen, wozu die gut sein soll. Windschutz?

[Bildquelle]