Archiv für Juli, 2005

überarbeiteter „freedom tower“

Samstag, 23. Juli 2005

die antwort des westens auf den terrorismus lautet folgendermassen. das war durchaus mal anders geplant.

[via archidose]

gerkan klagt gegen bahn

Freitag, 22. Juli 2005

hauptbahnhof berlin
der „stararchitekt“ meinhard von gerkan, dessen büro von gerkan, marg und partner den berliner hauptbahnhof (aka lehrter stadtbahnhof) plante, klagt gegen seinen auftraggeber, die bahn. vor ein paar jahren habe die bahn das glasdach des bahnhofs um 100 meter verkürzt um kosten zu sparen und dann auch noch die gewölbeartige dachkonstruktion der unteren halle mit einer abgehängten decke versehen. die bahn habe mit der eingezogenen „08/15-Decke alles zunichte gemacht“.

gerkan hat offenbar die schnauze voll, verhandlungen seien nicht möglich gewesen und bahnchef hartmut mehdorn habe selbst den klageweg empfohlen:

Stellen Sie sich eine gotische Kathedrale mit ihren Gewölben vor. Wir hatten ebenfalls hohe Räume vorgesehen, die aus dem Bahnhof eine Kathedrale des Verkehrs gemacht hätten, mit einem ausgeklügelten Konzept indirekter Beleuchtung. Was jetzt passiert, ist so, als würden Sie im Kölner Dom eine Zwischendecke einziehen, mit einer 08/15-Konstruktion wie bei Aldi. Von dieser mutwilligen, nicht abgestimmten Verschandelung müssen wir uns mit dieser Klage deutlich distanzieren.

(berliner morgenpost)

mit seiner klage will der architekt einen baustopp und den rückbau der „08/15“ baumassnahmen der bahn erreichen.

ich mach mir da keine sorgen. sobald die ersten glasplatten von der decke aus der grandiosen, kathedralen-gleichen konstruktion fallen, wird der bahnhof eh gesperrt. auf immer und ewig.

mehr beim tagesspiegel, bei gerkan und marg und im interview der mopo und der welt.

[bildquelle]

„reihen.häuser“

Montag, 18. Juli 2005

ausstellung „reihen.häuser — wohnen side by side“ von suitcasearchitecture. vernissage 22.07.2005 um 19:00h, ausstellung geöffnet bis ende august.

In den 90er Jahren wiederentdeckt, erlebt das Reihenhaus in Europa zur Zeit einen regelrechten Bauboom. Die Galerie suitcasearchitecture in Berlin-Prenzlauerberg präsentiert sechs beispielhafte Projekte junger Architekten, die sich mit den Möglichkeiten des Typus „Reihenhaus“ in und um Berlin auseinandergesetzt haben.

die ganze pressemeldung und mehr kladeradatsch hier.

besonders hübsch und liebevoll gestaltet die liste der unterstützer. so wird man als kultur-unterstützer doch gerne beworben: suitcasearchitecture

„ein paradies, auf öl gebaut“

Samstag, 16. Juli 2005

dubai
[bildquelle]

mike davis schreibt über das emirat dubai und bekommt den eindruck „walt disney träfe albert speer an der küste arabiens“:

Yet the future that he is building in Dubai — to the applause of billionaires and transnational corporations everywhere — looks like nothing so much as a nightmare of the past: Walt Disney meets Albert Speer on the shores of Araby.

[link via boingboing]

baustellenbesuch

Freitag, 15. Juli 2005




fotos: tf
mercedes-welt stuttgart, architekten: UN studio, ben van berkel, caroline bos

kleinervolkshugo

Freitag, 15. Juli 2005

Der BDA Baden-Württemberg vergibt erstmals einen Publikumspreis als Ergänzung zum Hugo-Häring-Preis und stellt bis zum 9.September die 97 Bauten im Stuttgarter Treffpunkt Rotebühlplatz aus, die zum Auszeichnungsverfahren im Kreis Rhein/Neckar eingereicht wurden. Jeder Besucher kann bis zum 24.Juli nach Besichtigung der Ausstellung drei Stimmen abgeben und sich damit an der Wahl des “kleinen Publikumshugo” beteiligen. [via Stuttgarter Zeitung]

das kunstmuseum und die buchstaben

Donnerstag, 14. Juli 2005

als (noch-)mitglied des BDB freut man sich regelmäßig, wenn das gelbe “deutsche ingenieurblatt” im briefkasten liegt – diesmal zum thema “125 jahre singchor bauhütte” (download als PDF). trotzdem lohnt der blick auf seite 218, denn dort erläutert sebastian jehle, der architekt des stuttgarter kunstmuseums am schlossplatz, ausführlich das städtebauliche entwurfskonzept mit neugestaltung des kleinen schlossplatzes und die technischen hintergründe des projekts. leider geht er dabei nicht auf die umstrittene beklebung der fassade durch riesige buchstaben ein, die die “kühle technische perfektion des gläsernen kubus” deutlich beeinträchtigt. die entwurfsabsichten “die bedruckung der glasscheiben in verlaufsform dient (…) dem gestalterischen effekt der nach oben zunehmenden transparenz” und “die äußere glashülle löst sich [nachts] auf” wären ohne die beklebung des “elegant zurückhaltenden gebäudes” deutlich besser zur geltung gekommen.

pimp your…

Mittwoch, 13. Juli 2005




Ein angenehm schlichtes Verwaltungsgebäude in Stuttgart wird durch armdicke grellgelbe Rohre und neonfarbene Plexiglasplatten dekoriert. Gut…?

abriss und dann?

Mittwoch, 13. Juli 2005

der verein zwischenpalastnutzung und VOLKSPALAST laden zur möglicherweise letzten ausstellungseröffnung in den palast der republik ein.

nachdem nun seit 2003 beschlossen ist, dass der palast der republik abgerissen wird und am 3.06.05 sogar das rückbaukonzept vorgestellt wurde, geht es nunmehr um die frage, was folgt nach dem abriss.
das stadtschloss wird wohl aus verschiedenen gründen erst mal nicht kommen.
was aber passiert mit der gähnenden leere, die auf dem so emotional aufgeladene ort zurückbleibt?

ABRISS UND DANN?
X IDEEN FÜR DEN BERLINER SCHLOSSPLATZ.
ein Projekt von Urban Catalyst im Rahmen von und in Kooperation mit VOLKSPALAST – Der Berg

Symposion: Samstag, 16. Juli 2005 Ausstellung: 16. Juli – 26. August 2005 im Palast der Republik

Der Abriss des Palasts ist wohl gesichert, aber die Zukunft des Schlossplatzes ist offen, denn für einen Neubau des Schlosses fehlt einfach das Geld. Eine mit Grasen und Moosen schamhaft bedeckte gähnende Leere droht einstweilen die gedankliche Leere der Beteiligten zu symbolisieren. Wir möchten uns hiermit nicht abfinden. Es ist endlich an der Zeit, den Glaubenskrieg im Geiste des Kalten Krieges – Schloss-Befürworter gegen Palast-Erhalter – hinter sich zu lassen und sich interessanteren Fragen zuzuwenden: das Dilemma der Finanzierung eines großen öffentlichen Gebäudes heute, ein innovatives Nutzungskonzept, die Rolle des Ortes für den öffentlichen Raum der Stadt. Mit der Präsentation eines Pools an Ideen und öffentlichen Gesprächen wird die Debatte neu eröffnet.

3D-Stadtmodelle

Sonntag, 10. Juli 2005


Das Magazin für Computertechnik c’t berichtet in heft 15/2005 über die Erstellung und Verwendung von 3D-Stadtmodellen und vergisst dabei, jemanden zu erwähnen?