…fällt Tine mit ihrer Horde Handwerker bei RTL in Ei4W Spezial über ein Haus ein und versucht, die Lebensqualität der Bewohner zu verbessern. Während bei Zimmer fertig normale Bürger nur einen Raum umgestaltet bekommen und einen Tag den Sozialen machen müssen, fällt bei Tine auf, dass sie vom Leben Benachteiligte bevorzugt: Alleinerziehende Mütter, Familien mit ADHS-Kindern, etc.
Und so bekommen die eine Rundumversorgung mit neuem Mobiliar und Wandkleid. Auf die Dauer fallen Gemeinsamkeiten auf – wie jede Innenarchitektin hat auch Tine ihren Stil, und der pflügt sich durch die Sendungen. Außerdem ist Ikea stilangebend, einer der Sponsoren, Landhaus galore oder Möbel mit dicken Bretter ziehen sich anschließend durchs Haus (ich sag nur: Bonde). Einige Räume wie das Schlafzimmer bleiben außen vor, und Kinderzimmer werden meist zu Themenparks der kleinen Bewohner umgestaltet (deren Vorlieben hoffentlich für immer so bleiben).
Weil wir gerade dabei sind: auch rtl2 hat das soziale Renovieren entdeckt und verschönt Menschen, die es verdienen (z.B. Pflegeeltern von 6 Kindern) die Hütte. Da die alles übertreiben, heißt das bei denen Haus im Glück – Einzug in ein neues Leben und menschelt mehr, dafür tritt der eigentliche Umbau etwas in den Hintergrund (die Architekten üben allerdings gestalterisch auch etwas mehr Zurückhaltung als Tine – sehr angenehm, wahrscheinlich wirkt sich das Teamwork von zweien da positiv aus).
Fürs ZDF dagegen braucht’s eine dicke Brieftasche und entsprechende Lebenseinstellung, damit Rick sich bereiterklärt, US-amerikanischen Lebensstil in deutsche Wohnstuben zu bringen, mit Sidebyside-Kühlschrank, Gaskamin und Master-Bedroom mit begehbarem Kleiderschrank. Sorry, das ist too much.