Renaissance

renaissance

benjamin birkenhake in seinem äusserst empfehlenswerten blog anmut und demut über die renaissance von science fiction, über den film renaissance, bilder und die architektur:

Dabei müsste man es doch eigentlich besser wissen. Ausser Frank O. Gehry gibt es kaume eine ernstzunehmende Architektur seit dem Ende des zweiten Weltkrieges, die in unserem Stadtbild soetwas wie Zukünftigkeit verbreiten würde. In Comics und in den Entwürfen die Architekten so gerne machen sieht alles immer grandios neu aus. Aber wenn die Dinger stehen, zwischen Nachkriegsmoderne, Gründerzeit und Bausünde, bleibt nicht mehr viel Übrig von der großen Zukünftigkeit der Entwürfe. Wir wissen, dass unsere Zukunft nicht in fremdartig wirkenden Städten stattfinden wird, es gibt keine fliegenden Autos, keine Brücken um 20. Stockwerk, keine Gebäude, die wie Berge aus dem Stadtbild aufragen, nur ein paar schönde Hochhäuser an die wir uns längst gewöhnt haben.

man könnte statt frank o. gehry dessen nervige kulissen-architektur meiner meinung nach nur zukunft vorgaukelt — und nicht so sonderlich ernst zu nehmen ist — zum beispiel noch oscar niemeyer oder frank lloyd wright nennen, die es beispielsweise gemessen an werbespots die vor ihren werken gedreht wurden, locker mit frank o. gehry aufnehmen können.

welche architekten könnten noch in dieser liga mitspielen, wer hat „zukünftiges“ im stadtbild verbreitet und mindestens ein, zwei werbespots mit seiner architektur schmücken können?

4 Kommentare to “Renaissance”

  1. ben_ schrieb:

    Na die Dekonstruktivisten haben schon hartes Brot gebaut, das auf jeden Fall mal auffällt. Ich hab sie aber rausgelassen, weil es zwar fremd und bizarr aber nicht science fiction mäßig aussieht. Oscar Niemeyer – bingo. Ich glaube, dass es noch einen Haufen Architekten gibt, die in den 60er/70ern sehr zeitgemäß und sehr „neu“ gebaut haben, aber an vieles davon hat man sich gewöhnt. Auch wenn Gehry vom Handwerklichen Standpunkt nicht besonders ist, die Häuser wirken halt immer noch, anders als die Nachkriegsmoderne. Gut Gehry hat auch noch nicht soviel Zeit auf dem Buckel.

    Aber das ist ein spannende Frage, wie Architektur dauerhaft Zukünftigkeit vermitteln kann. Rezo Pianos Centre Pompidou fällt mir noch ein, und viele Sachen von Calatrava, aber die sind halt auch noch nicht so alt.

    Danke für die freundlichen Worte.

  2. rob@republish schrieb:

    „werbespots die vor ihren werken gedreht wurden“ ist ein interessantes mass, das du da anführst. kennst du vielleicht eine datenbank, die man mal nach der hintergrundarchitektur in den spots durchsuchen könnte?

  3. ix schrieb:

    ah, noch einer, el lissitzky, hat aber nur geträumt, nie gebaut. via egc.blogs.com/ak, via praschl.

  4. tj schrieb:

    Ursprünglich sollte Giger (Schöpfer des Alien) das Design für DUNE gestalten, die müssen großartig ausgesehen haben, statt dessen haben Sie dann diese neoklassizistische (vergessen wirs…) genommen.