Archiv für die 'Architekten' Kategorie

simpsons erklären den bau der „disney concert hall“

Dienstag, 2. August 2005

simpsons erklären gehrys disney concert hall
john von archidose machte vorgestern ein paar screenshots einer simpsons episode mit frank gehry. dort wurde sehr plausibel erklärt wie gehrys gebäude zu ihrer form kommen. mehr screenshots, noch mehr hier …

gerkan klagt gegen bahn

Freitag, 22. Juli 2005

hauptbahnhof berlin
der „stararchitekt“ meinhard von gerkan, dessen büro von gerkan, marg und partner den berliner hauptbahnhof (aka lehrter stadtbahnhof) plante, klagt gegen seinen auftraggeber, die bahn. vor ein paar jahren habe die bahn das glasdach des bahnhofs um 100 meter verkürzt um kosten zu sparen und dann auch noch die gewölbeartige dachkonstruktion der unteren halle mit einer abgehängten decke versehen. die bahn habe mit der eingezogenen „08/15-Decke alles zunichte gemacht“.

gerkan hat offenbar die schnauze voll, verhandlungen seien nicht möglich gewesen und bahnchef hartmut mehdorn habe selbst den klageweg empfohlen:

Stellen Sie sich eine gotische Kathedrale mit ihren Gewölben vor. Wir hatten ebenfalls hohe Räume vorgesehen, die aus dem Bahnhof eine Kathedrale des Verkehrs gemacht hätten, mit einem ausgeklügelten Konzept indirekter Beleuchtung. Was jetzt passiert, ist so, als würden Sie im Kölner Dom eine Zwischendecke einziehen, mit einer 08/15-Konstruktion wie bei Aldi. Von dieser mutwilligen, nicht abgestimmten Verschandelung müssen wir uns mit dieser Klage deutlich distanzieren.

(berliner morgenpost)

mit seiner klage will der architekt einen baustopp und den rückbau der „08/15“ baumassnahmen der bahn erreichen.

ich mach mir da keine sorgen. sobald die ersten glasplatten von der decke aus der grandiosen, kathedralen-gleichen konstruktion fallen, wird der bahnhof eh gesperrt. auf immer und ewig.

mehr beim tagesspiegel, bei gerkan und marg und im interview der mopo und der welt.

[bildquelle]

brad pitt baut ein hotel?

Freitag, 8. Juli 2005


brad pit baut ein hotel in las vegas meldet page six (login bei bugmenot). angeblich zusammen mit george cloony, dem typen mit der komischen unterschrift. allerdings investieren die beiden keinen cent, sondern halten nur ihre gesichter und namen hin, investor ist rande gerber.

es heisst, brad pitt würde das hotel „entwerfen“. brad pitt der designer, der bekannte architekt?

unwahrscheinlich. aber pitt hat ein gutes architekturbüro an der hand, die mittlerweile recht bekannten deutschen architekten von graft. graft haben für brad pitt mittlerweile drei häuser gebaut. es kann natürlich sein, dass herr pitt bei der zusammenarbeit mit graft mittlerweile soviel gelernt hat, dass er jetzt allleine bauen kann. eher unwahrscheinlich, einerseits weil graft ausgewiesene spezailisten im hotelbau sind, andererseits ausgewiesene spezialisten für las vegas (stadtbauwelt 9/99, „las vegas — stillstand ist tod“, zu finden auf graftlab.com).

wilde spekulation also, aber ganz unwahrscheinlich ist das nicht, das demnächst deutsche architekten in las vegas bauen.

[via thesuperficial, bildquelle]


[english abstract]

brad pit will build a hotel in las vegas says page six (login at bugmenot). rumors say, he will build the hotel together with george cloony, the guy with the funny signature. both of them will not invest a dime, they will be the faces of the new place, rande gerber will be the investor.

it is said, brad pitt would be designing the hotel and casino. brad pitt the well known designer and architect?

improbable. but pitt has some pretty good architects at hands, the german architects graft. graft have built three house for pitt so far. it’s possible of course, that pitt has learned enough to built by himself. but thats improbable, too. on the one hand graft are pretty good at building hotels, on the other hand they did some pretty good thinking about las vegas (published in german in stadtbauwelt 9/99, „las vegas — stillstand ist tod“, you might find it in the flash desert at graftlab.com).

wild speculations of course, but worth thinking about, after becoming pope, now the germans will be building in las vegas.

[via thesuperficial, picture from flickr]

arch@google

Mittwoch, 8. Juni 2005


google hat heute ein besonders nettes logo. und frank lloyd wright hat geburtstag (* 8.6.1867, + 9.4.1959)

„Haus des Selbstmordes“ und „Haus der Mutter des Selbstmordes“ von John Hejduk

Sonntag, 10. April 2005

John Hejduk
Der Architekt John Hejduk entwarf diese beiden Skulpturen in den späten achtziger Jahren auf Einladung des tschechischen Präsidenten Vaclav Havel. Inspiriert wurde er von einem Gedicht von David Shapiro über den tschechischen Studenten Jan Palach, der sich im Januar 1969 aus Protest gegen die Sowjetische Besatzung der Tschechoslowakei selbst verbrannte.

Die Skulpturen wurden von Hejduk zusammen mit Studenten des Georgia Institute of Technology gebaut.

Warum ich das schreibe? Ich finde die Skulpturen wunderbar …

[Bildquelle, das Gedicht von David Shapiro und via]

Akademie der Künste am Pariser Platz

Mittwoch, 30. März 2005

akdemie der künste vs. dz bank
[Mehr Bilder der Akademie der Künste]

Einen Monat vor der offiziellen Eröffnung des Neubaus am 21. Mai 2005, zeigt die Akademie der Künste in Berlin die Ausstellung Prolog. Die Ausstellung ist vom 3.4. bis zum 8.5.2005 geöffnet. Öffnungszeiten: Dienstag-Sonntag, 14-19 Uhr, der Eintritt ist frei.

Damit wird der Neubau der Akademie der Künste ab dem 3. April erstmals der Öffentlichkeit zugänglich. Die Architekten Günter Behnisch und Werner Durth erhielten 1994 den Auftrag für den Neubau.

Der Bau ist am Pariser Platz der einzige, der nicht den historisierenden, blödsinnigen Bauvorschriften („Gestaltungssatzung“) des Bausenators Wolfgang Nagel aus dem Jahr 1993 (die u.a. steinerne Lochfassaden vorschrieb) entspricht und begnügt sich mit Andeutungen der geforderten Gestaltungsrichtlinien. Behnisch musste jahrelang mit dem Berliner Senat kämpfen um seinen Entwurf durchzusetzen. Dieser Kampf, den er u.a. mit Hilfe prominenter Unterstützer gewann verzögerten den Baubeginn bis ins Jahr 2000. Das Projekt drohte mehrfach wegen massiven Pfuschs, Geldmangels und Kompetenzgerangels das aus.

Das Berliner Stadmagazin Zitty schreibt zum Neubau:

[Durth und Behnisch] machen daraus ein Bekenntnis zur Glasarchitektur ähnlich wie bei Behnischs Bundestag in Bonn — die neue Akademie ist im Grunde gebaute Ideologie. […] Offenheit und Transparenz sind dem Haus als Doktrin eingeschrieben. So lässt sich die Raumhohe Fensterfront des Plenarsaals komplett zum Pariser Platz öffnen — die Akademie kann sich als Teil dieser Agora der Bundesrepublik präsentieren. Zudem ist der Bau als Passage konzipiert. Man kommt in wenigen Schritten quer durch das Haus vom Pariser Platz zur Behrensstraße vis á  vis des Holocaust-Mahnmals. Auch diese Passage steht für Durchlässigkeit als geistige Disposition der Akademie.

Auch die Bibliothek mit Blick auf das Brandenburger Tor ist öffentlich zugänglich.

Wer sich für die Akademie interessiert, dem sei der Film „Berlin Babylon“ empfohlen, der die Zeit des Berliner Baubooms dokumentiert und dessen stärksten Momente die sind, in denen die Architekten Durth (Interview mit Durth auf der Filmwebsite) und Behnisch im Rohbau der Akademie umherlaufen und rumphilosophieren — und soweit ich mich erinnern kann, über Kollegen und die Berliner Bauvorschriften lästern.

Weiterführende Links: * Wikipedia Eintrag zur Akademie der Künste * Die Geschichte des Hauses Pariser Platz 4 – Teil II * Informationen zur Akademie auf behnisch.de * baunetz.de über den Neubau * KStA/dpa über die „Übergabe“ der Akademie