anlässlich einer presseveranstaltung hatte ich gelegenheit, das haus der gegenwart in münchen zu besichtigen (über das wir hier bereits berichteten). ich hoffe sehr, dass ich nicht in so einer gegenwart lebe und erst recht nicht in einer zukunft, in der solche bauten standard werden.

das teil steht in münchen-riem, mitten in einem viertel, das auf dem reißbrett geplant wurde und dessen häuser alle gleich aussehen. wer da wohnt darf abends nix trinken, sonst findet er seine hütte nicht mehr wieder.

das konzept: man betritt das haus von unten durch einen der drei aufgänge.

in der mitte ist das wohnzimmer, von dem zwei weitere treppen wieder runter zum erdgeschossigen schlaf- oder den beiden kinderzimmern führen. treppensteigen ist ohne zweifel gesund, doch wenn die kinder so alt sind, ihr eigenes zimmer zu haben und krank sind, ist das in der nacht für das betreuende elternteil ein alptraum. eine der treppen hatte auch einen treppenlift, aber bis der oben ist, dürfte weihnachten sein.
das haus wird von windows verwaltet, statt schalter gibt es knöpfe, die sagen, licht an oder licht aus, während der veranstaltung gefiel es dem programm, mal ab und an unvermittelt das licht abzudrehen und wieder an. ich sag jetzt nix dazu.

das haus ist innen wohl aus bemaltem span, der lack sieht jedenfalls abgegriffen aus und besonders pflegeleicht ist das für familien auch nicht gerade.

die außenwände sind mit metallplatten versehen und mit holz, das holz sieht schon arg verwittert aus.
[fotos:tj]